Philosophicum – Umbau als Wohnhaus zu teuer

Umbau © fotofrank - Fotolia.com
Ein Gutachten des beauftragtem Ingenieurbüros Bollinger und Grohmann im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft AGB zeigte nun, dass der Umbau des denkmalgeschützten Philosophicums auf dem Frankfurter Campus Bockenheim nicht wirtschaftlich wäre.
Die AGB hatte nach dem Umzug der Universität das Gelände vom Land Hessen erworben und wollte dort einen sogenannten Kulturcampus errichten. Dieser sollte als neues Stadtquartier mit kultureller Prägung entwickelt werden. Von einigen Bürgern wurde die Umnutzung nach Plänen des Architekten Ferdinand Kramer favorisiert. Allerdings sei dies nur unter sehr hohem Aufwand und mit enormen Kosten realisierbar. 15,2 Millionen Euro wären nötig um das heruntergekommene Gebäude für alternative Wohnformen umzubauen.
Dabei kämen nach der Sanierung Mietpreise von mindestens 20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche auf die neuen Mieter zu. Außerdem könne das Gebäude aufgrund des außenliegenden Tragwerks auch nicht optimal gedämmt werden.
Die Architekten schlugen deshalb nun einen Neubau auf dem Areal vor, das dieser kostengünstiger wäre und auch mehr Platz böte. Nach den Angaben der AGB wäre ein Neubau nur mit Kosten von rund 1700 Euro und einer Miete von etwa zwölf Euro je Quadratmeter verbunden.
Auch könne man wegen der schwierigen Grundrisse des Philosophicums nur 70 Wohnungen in dem Gebäude unterbringen, wohingegen ein Neubau Platz für rund 170 Wohneinheiten böte.
Auf dem Gelände soll nun ein sozialverträgliches Quartier mit geförderten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen entstehen. Im Erdgeschoss sollen dann Galerien, Kunsthandwerk und Cafés Platz finden und somit Orte für Begegnungen geschaffen werden.
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