Archive for Dezember, 2011

Wohnen in der Triftstraße

Verschiedene Generationen © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Verschiedene Generationen © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Oft wandert der Blick älterer Menschen hinaus aus dem Fenster. Das Kissen der letzten Stunde liegt immer noch drinnen auf dem Fensterbrett, wieder bewegt sich ein älterer Mann an das Fenster, öffnet es und lehnt sich auf das Kissen. Nach ein paar Minuten schließt er das Fenster, lässt wieder das Kissen dort auf jenem Fensterbrett liegen und schaltet seinen Fernseher ein. Der Mann ist vermutlich schon sehr alt, viel zu tun hat er nicht mehr. Lange Zeit seines Lebens hat er gearbeitet, seine Frau ist vor drei Jahren gestorben. Enkel hat er nicht. Seit dem Tod seiner Frau ist er allein, plötzlich klingelt es an der Tür. Es ist Frau Niedelhammer aus dem zweiten Stock, die ihren Sohn Phillip gerade bei ihm abgibt, ehe sie sich auf den Weg zur Arbeit begibt. 

Der ältere Mann und Frau Niedelhammer wohnen in einem Projekt, welches in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: ein Mehrgenerationenhaus. In diesem leben Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen und versuchen sich im Alltag zu unterstützen. Das sind auf der einen Seite Menschen, die in dem Haus die Möglichkeit haben, barrierefrei zu wohnen, meist Ältere, und auf der anderen Seite Alleinerziehende Mütter oder Väter, die mit ihren Kindern in einem solchen Projekt wohnen.

In Niederrad wird auch ein solches Projekt entstehen. In dem Frankfurter Bezirk entsteht das “Projekt Goldsteinhöfe“. Zwischen der Triftstraße und Goldsteinstraße liegt ein 2900 Quadratmeter großes Grundstück noch brach, doch so langsam scheint das Projekt real zu werden und eine Realisierung zu finden. Denn bis 2013 soll ein erstes Gebäude entstehen unter dem viele Menschen mit unterschiedlichen Problemen aus unterschiedlichen Generationen zusammen leben. Schon viele Vereine haben sich gefunden, die sich dem Projekt angeschlossen haben und es unterstützen. Die Planung soll bis zum Frühjahr des kommenden Jahres 2012 abgeschlossen sein, ehe man sich konkretisiert.

Der ältere Mann im Übrigen schaute aus dem Fenster, weil er auf seinen Zieh-Enkel Phillip wartet. Andere ältere Menschen schauen oft aus dem Fenster, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen. Beobachten der äußeren Welt scheint da oft die einzige Alternative, wenn niemand mehr so richtig für einen da ist.  

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Montag, Dezember 26th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Frankfurt: Debatte um Nachtflüge

Flughafen allein machen keinen Lärm. Flugzeuge und Flughäfen dagegen machen ganz viel Lärm, vor allem in der Luft und weitern Umgebung um den Flughafen. Doch nicht nur in der näheren Umgebung um selbige kann Fluglärm nervend sein. Hat man das Glück direkter unter einer Flugbahn zu wohnen, hört man die Motoren und zwar laut. Was am Tage noch einigermaßen verständnisvoll scheint, wird in der Nacht oft unerträglich – auch bei geschlossenen Fenstern.

In Frankfurt hat Deutschland bekanntlich den größten Flughafen seiner Art. Mit Frankfurt ist nicht etwa das an der Oder gelegene Städtchen gemeint, sondern die Bankmetropole. So gibt es im wirtschaftlich-inspierierten Frankfurt viele Flüge. Auch in der Nacht fliegen die Flugzeuge und hört man deren Motoren heulen. Ein Logistik-Experte hat sich nun zum Thema Nachtflüge in Frankfurt geäußert und hält diese für nicht notwendig, da in Frankfurt nur Sachen verladen werden, die allgemeine Güter sind, die keinen schnellen Transport nach Frankfurt benötigen. Von daher könne man sie auch auf den Flughafen Frankfurt-Hahn auf einen LKW verladen, weil es bei ihnen einen Zeitpuffer gebe.

Dagegen hält Lufthansa Cargo das Argument, dass ein Nachtflugverbot Verluste von bis zu 40 Millionen Euro einbringen könne. Aufsehen hatte das vom hessischen Verwaltungsgericht entschiedene Nachtflugverbot in der Zeit von 23 bis 5 Uhr erlangt. Das erhält bis mindestens bis zum März des kommenden Jahres seine Gültigkeit, ehe das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über ein dauerhaftes Nachtflugverbot entscheidet. Lufthansa Cargo wich daraufhin auf den Flughafen Köln/Bonn aus, strich einige Verbindungen nach China von und nach Frankfurt. Sie sehen das Wachstum am internationalen Drehkreuz Frankfurt in Gefahr.

 

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Freitag, Dezember 23rd, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Tod von Staatsoberhaupt: Börse in Frankfurt reagiert empfindlich

Börse © Dan Race - Fotolia.com

Börse © Dan Race - Fotolia.com

Einige der wichtigsten deutschen Aktienindizes rutschen am Montag nach den negativen Vorgaben aus Asien wegen des plötzlichen Dahinscheidens des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il ab, so die Experten. Mit Blick auf den X-Dax als einem ausserbörslichen Indikator für den deutschen Leitindex kam man gegen 8.15 Uhr auf 5.640 Punkte und lag damit 1,09 Prozent tiefer im Vergleich mit dem Schlusskurs vom Freitag. Zunächst belastete am Morgen die Sorge um politische Instabilität in Nordkorea bereits die asiatischen Märkte, im Anschluss an die Meldung, dass der nordkoreanische Diktator Kim Jong Ils gestorben sei. So sackte der südkoreanische Leitindex Kospi nach der Todesmeldung um bis zu fünf Prozent in den Keller. Glücklicherweise konnte sich aber in letzter Minute wieder ein wenig erholen.

Auch die europäische Schuldenkrise hat der ANleger nicht vergessen und zögert noch immer zu investieren. Dass der EZB-Präsident Mario Draghi nun prophezeien musste, dass infolge der Krise ein Auseinanderbrechens der Eurozone bevorstünde, dürfte die Stimmung ebenfalls belastet haben, wie Marktstratege Stan Shamu von IG Markets betonte. Sogar aus den USA gibt es negative Vorgaben. Schlechte Zahlen aus Europa und den USA sind für Montag allemal zu erwarten. 

Man darf hoffen, dass sich die Lage nicht noch verschlimmert. In letzter Zeit gab es einfach zuviele Faktoren, die eine stabile Marktlage unmöglich gemacht haben. Selbst die Experten tun sich immer schwerer damit fundierte Prognosen zu liefern. Wer weiß, was als nächstes kommt und ob sich vor allem der asiatische Markt nicht weiter verschlechtert, weil der Sohn und Nachfolger Kim Jong Ils, Kim Jong Un, Machtbeweise in Form von Raketen auf andere asiatische Landstriche schießen wird.

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Dienstag, Dezember 20th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Abgeschlossen: Die Sanierung vom Städel

Frankfurt © sashpictures - Fotolia.com

Frankfurt © sashpictures - Fotolia.com

Seit je her bildet das Städel in Frankfurt am Main eine feste Institution in Sachen “Alter Meister” und kann zahlreiche Besucher durch seine ausgewählten Meisterstücke anlocken. Nun sind die Sanierungsarbeiten des Altbaus fast abgeschlossen. So wurde die historische Hauptachse des Mainflügels wiederhergstellt und Jochen Sander, der zuständige Sammlungsleiter der alten Meisterwerke, konnte in Zusammenarbeit mit dem stellvertredenden Direktor der Städel eine neue Hängung etablieren, die von dieser Sanierung wesentlich profitiert. Im östlichen Bereich des Gebäudes finden sich im Wesentlichen Meisterwerke der Deutschen Kunst wieder. Hier sind so große Namen wie Dürer, Holbein, Grünewald oder Elsheimer vertreten. Aber auch niederländische und flämische Klassiker von Vermeer über Brueghel bis zu so Bedeutenden Vertretern wie Rembrandt und Rubens, dessen Bildnisse dickbäuchiger Frauen nun wieder im Original bewundert werden können.

Jene Räume, die von westlicher Seite aus angrenzen bieten ein Vielfältiges Bild der romanischen Kunstprodukte. In der eigentlichen Rotunde hat man sich gezielt auf eine Gruppe holländischer Maler konzentreirt und Jan van Eyck und Rogier van der Weyden in Positur gebracht. Doch die Städel fährt nicht nur mit ihrem Altbestand an Klassikern auf. Man kann sich auch auf Neuzugänge freuen, z.B. einen Ankauf aus der Sammlung von Papst Julius II, welches aus der Schmiede des berühmten Raffael stammt und eine Schenkung des Ehepaars Beaucamp. Diese hatte der Städel die zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstandene “Madonna mit Kind” von Guercino überantwortet. Das Anliegen der Museumsführung, eine Erweiterung der Sammlung zu gewährleisten, hat sich also realisieren lassen.

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Freitag, Dezember 16th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Picasso bei der Arbeit beobachten

© Inferna - Fotolia.com

© Inferna - Fotolia.com

Das Picasso-Muesum Münster zeit vom 15. Oktober 2011 – 14 Januar 2012 eine neue Sichtweise auf das Werke und die Person Picassos, der vom amerikanischen Fotojournalist David Douglas Duncan in einer einzigartigen Fotoreihe portraitiert wurde.

Die Ausstellung “Picasso bei der Arbeit” ist insofern eine Rarität, weil der berühmte Maler als Exzentriker galt, der sich seltenst bei der Arbeit über die Schulter schauen ließ. Dem Amerikaner David Douglas Duncan, der sich zunächst durch Kriegsfotografien im Zweiten Weltkrieg einen Namen machte, wurde diese seltene Ehre zuteil. Duncan wurde 1916 in Kasas City, Missouri geboren und begann schon während seiner Studienzeit an der University of Miami als Bildredakteur für die Universitätszeitung zu arbeiten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde er vom Marine Corps zur Kriegsberichtserstattung eingesetzt und es gelangen ihm beeindruckende Aufnahmen vom Kriegsgeschehen, die ihm nach dem Krieg Anstellungen in den besten Magazinen der damaligen Zeit verschafften.

Nun wurde im Mitte der 1950er Jahre die Ehre zu Teil dem Meister direkt bei seiner Arbeit zu portraitieren. Die Bilder liefern einen einzigartigen Einblick in die Schaffenswelt des Künstlers. Tatyana Franck und Stephanie Ansari, die die Austellung kuratieren, legen darauf Wert, dass das jeweilige Objekt, dass auf den Fotografien zu sehen ist auch im vollendeten Zustand ausgestellt wird. So bietet sich dem Besucher die Gelegenheit, die Entstehung dieser einzigartigen Werke nachzuvollziehen. Die Arbeit wird transparent.

Duncan, der für die Ausstellung eigens interviewt wurde, spricht auf seine alten Tage über die Zeit, die er mit dem Maler verbracht hat. Das Interview ist als Videoinstallation Teil der Ausstelliung.

Picassos Werke sind mittlerweile fast unbezahlbar, weshalb viele Kunstliebhaber mit dem etwas kleinerem Geldbeutel auf Kunstdrucke zurückgreifen. Selbst diese sind nicht ganz billig, wer aber ein bisschen herumstöbert, wie beispielsweise auf Kleinanzeigen Münster, kann ein günstiges, gut erhaltenes Stück ergattern. 

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Donnerstag, Dezember 15th, 2011 Kleinanzeigen Keine Kommentare

Eine neue Straßenbahn für Frankfurt

Straßenbahn © Rolf Stumpf - Fotolia.com

Straßenbahn © Rolf Stumpf - Fotolia.com

So sehen sich die Politiker meist am liebsten: mit einem Lächeln bei guter Stimmung etwas tolles einweihen und einfach mal die politischen Sorgen bei Seite schieben! So geschehen in Frankfurt am Main, wo am vergangenen Sonntag die neue Tram, die Linie 18, feierlich von der Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) präsentiert und eingeweiht wurde. Die Linie führt in Zukunft zwischen Lokalbahnhof, Konstablerwache und Gravensteiner Platz und bringt die geschätzten 13.000 Nutzer täglich in nur 27 Minuten vom Lokalbahnhof zum Frankfurter Bogen.

Während der Jungfernfahrt durfte sich die Oberbürgermeisterin auch gleich als Straßenbahnführerin beweisen und sich so vielleicht einen Kindheitstraum erfüllen. Dass für das Führen einer Tram aber mehr als ein Politiker-Lächeln nötig ist, musste Frau Roth erfahren, als sie die Bahn kurzerhand und unfreiwillig zum Stillstand brachte. Nachdem der Profi wieder am Steuer saß, konnte die Fahrt weitergehen und endete an der Haltestelle Gravensteiner Platz wo viele Besucher und ein großes Fest warteten.

Für die neue Tram waren erhebliche Baumaßnahmen nötig, die gerade im Zentrumsbereich für Unmut bei den Autofahrern sorgte, die sich auch in Zukunft erst an die Straßenbahn gewöhnen müssen, die ihnen nun entgegenkommt. 36.000 Tonnen Schotter, 13.000 Tonnen Asphalt, 17 Kilometer Fahrdraht und Tragseilen bis einen Gewicht von etwa 20 Tonnen wurden für das Projekt verbaut, an dem 50 Firmen beteiligt waren. Am Ende sind dabei acht Haltestellen herausgekommen, die nun auf möglichst viele Fahrgäste warten. Die müssen nun für eine Fahrt allerdings mehr ausgeben. Denn pünktlich zur Einweihung wurden auch die Fahrpreise im Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht. Für die Einzelfahrt werden jetzt 2,40 Euro, somit 10 Cent mehr fällig. Die Erhöhung sei aber nicht auf den Bau der Linie 18 zurückzuführen, vielmehr seien die Kosten für Personal und Energie gestiegen, die wie immer beim Kunden wieder reingeholt werden sollen.

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Mittwoch, Dezember 14th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Lob für die Frankfurter Feuerwehr

Die Feuerwehr © Bluelight - Fotolia.com

Die Feuerwehr © Bluelight - Fotolia.com

Stadtrat und Feuerwehrdezernent Markus Frank hat nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit die neue Bereichswache 30 in Sossenheim der Feuerwehr übergeben. 

Dabei hat er sich sehr lobend über die Frankfurter Sicherheitsarchitektur geäußert. Aus seiner Sicht ist die Frankfurter Feuerwehr nicht nur hervorragend aufgestellt sondern sogar deutschlandweit ein Vorreiter im Brand- und Katastrophenschutz. Dies ist vor allem der qualitativ hochwertigen Ausstattung, der ausgezeichneten Ausbildung und der Führung durch erfahrene und geschulte Fachkräfte. Nicht zuletzt spielt die vorhandene Infrastruktur der Frankfurter Feuerwehr eine sehr wichtige Rolle: Mit zehn Remisen stellt die 6,5 Millionen Euro teure neue Feuer- und Rettungswache die größte Staffelwache der Frankfurter Branddirektion dar. Hier finden sich acht Stellplätze für Großfahrzeuge der Feuerwehr und zwei für Rettungswagen der Malteser und der Branddirektion. Die Wache wird 70 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatzdienst beherbergen. 

Was auch für die neue Wache spricht sind die Hilfsfristen für die Stadtteile Sossenheim, Rödelheim und auf den Autobahnen BAB66 und BAB 661, die durch den neuen Standort in einem Autobahn-Auge stark verkürzt wurden. Zudem ist geplant, dass das im Jahr 2004 begonnene „Taktische Feuerwehrkonzept 2020“ noch vervollständigt werden soll. 

Stadtrat Frank verdeutlichte, dass die neue Wache zu mehr Sicherheit und einer sehr guten Notfallversorgung in Frankfurt beiträgt. Dies sei für Frankfurt als wirtschaftlicher Standort sehr wichtig. 

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Mittwoch, Dezember 14th, 2011 Allgemein Keine Kommentare

Ordnung muss sein: Das zentrale Schilderlager

Straßenschilder © jörn buchheim - Fotolia.com

Straßenschilder © jörn buchheim - Fotolia.com

Die Straßen Deutschlands sind voller Schilder. Die einen erscheinen einem sinnvoll, die anderen eher weniger. Wer mit dem Auto unterwegs ist, der muss auf der Hut sein. Man kann nämlich viel falsch machen. Doch wem haben die Menschen, die vielen Schilder zu verdanken? Wo werden sie hergestellt. 

Der Ort, an dem die Schilder gelagert werden heißt Höchst. In dem zentralen Schilderlager des Straßenbauamtes von Höchst werden alle nötigen und auch die unnötigen Schilder gelagert. Insgesamt lagern hier 2.500 neue Verkehrsschilder, 3.000 gebrauchte Schilder, 4.500 Pylonen und 700 Absperrgitter. Hinzu kommen noch Pfosten und Standfüße. In Höchst werden jedes Jahr ca. 120.000 Euro für neue Schilder ausgegeben. Hier sind Großbeschilderungen an Autobahnen nicht mit inbegriffen. Jährlich kommen noch weitere 70.000 Euro dazu, sowie 70.000 Euro für die Pfosten, die für die Beschilderung benötigt werden. 

Ohne ein besonderes System würde die Lagerhalle nicht funktionieren. die Schilder werden nach den Paragrafen der Gesetzt geordnet. Zudem kommt noch eine Lagernummer, die jedes einzelne Schild inne hat. Gleich neben dem Lagerplatz befindet sich die Pylonenhalle. Die rot-orangenen Hüte kommen oft weg. Kaum hat man sie auf der Baustelle aufgestellt, sind sie verschwunden. Sie scheinen besonders beliebt zu sein, auch wenn man nicht genau weiß, was mit ihnen passiert. Hat jeder Bürger ein Hütchen in seinem Wohnzimmer? 

Im Lager befindet sich ebenso eine Beschriftungsmaschine, mit denen Schilder für Halteverbote erstellt werden können. Das Lager in Höchst ist das erste Lager, das mitbekommt, wenn sich hoher Besuch in der Stadt anmeldet. Ob die Bundeskanzlerin oder der US-Präsident in die Stadt kommen, der Aufwand ist oftmals derselbe. Sicherheit geht vor. 

Auch die Autofahrer müssen immer wieder über die Beschilderung, durch die Stadt geführt werden. Die deutschen Verkehrsregeln sind komplex: der gebrauchte Audi, das Fahrrad oder die Luxuslimousine, alle haben sich an de Regeln zu halten.

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Montag, Dezember 12th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Zuwachs im Frankfurter Städelmuseum

© Eisenhans - Fotolia.com

© Eisenhans - Fotolia.com

Das Städelmuseum in Frankfurt hat das Bildnis Papst Julius II. aus der Werkstatt des großen Raffael erworben. Dieses Portrait gehört zu den berühmtesten Werken Raffaels. Der Papst sitzt darauf auf einem Lehnstuhl, man sieht ihn lebensgroß in einem Dreiviertelausschnitt. Es ist zwischen 1511 und 1512 in Rom entstanden. Papst Julius II. war dafür bekannt jähzornig, aber auch besonders kunstsinnig und durchsetzungsfähig zu sein. Dieses Portrait gibt es in mehreren Fassungen. In der National Gallery in London hängt die bekannteste, eine weitere in Florenz in den Uffizien. Die Fassung, die jüngst das Städelmuseum erworben hat, war bislang unbekannt. Sie wurde auf Pappelholz gemalt und ist 106,0×78,4 cm groß. Das Werk wurde von Experten gemäldetechnologisch und kunsthistorisch analysiert und auch von Retuschen und Firnisschichten befreit.

Im Vergleich zu den Fassungen, die in London und Florenz zu sehen sind, steht sie diesen in künstlerischer Qualität in nichts nach und außerdem ist sie interessant durch einige schöpferische Veränderungen, die im Verlauf der Ausführung getätigt wurden. Beispielsweise sind bei der Position des Lehnstuhls und im Bereich des Gesichts durch die Infrarotreflektografie einige Modifikationen zu erkennen. Röntgenaufnahmen haben gezeigt, dass im Malprozess die rechte Hand in ihrer Haltung verändert wurde. Das zeigt den besonders kreativen Bildfindungsprozess, welcher diese Fassung von denen in der National Gallery und in den Uffizien hervorhebt. Das Bildnis ist schon durch viele Hände gegangen, bis es sich nun im Städel Museum eingefunden hat.

Etwa 1909 gelang das Gemälde von Paris nach New York und fünf Jahre später war es wieder in Europa. Einige Eigentümerwechsel danach wurde es von der Privatsammlung Ellermann als Werk eines Raffael-Nachahmer erworben und letztendlich für einen deutlich unter dem Marktwert liegenden Preis vom Städel Museum gekauft. Nächstes Jahr im November wird dem Werk dann die Ausstellung “Raffael und das Bildnis des Julius´II. Bildpropaganda eines Renaissace-Papstes” gewidmet.

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Montag, Dezember 12th, 2011 Frankfurt Keine Kommentare

Angst um den Arbeitsplatz: Insolvenz bei Manroland

Insolvenz © Markus Bormann - Fotolia.com

Insolvenz © Markus Bormann - Fotolia.com

Der Druckmaschinenhersteller Manroland ist insolvent. An drei Standorten des Unternehmens haben am Donnerstag tausende Mitarbeiter_innen für die Rettung demonstriert. In Frankfurt fanden sich schon am Morgend rund 1400 Mitarbeiter_innen des Manroland-Werkes in Offenbach vor der Allianz-Niderlassung ein. Die Allianz ist Haupteignerin von Manroland. In Plauen und Augsburg, dem Stammsitz von Manroland demonstrierten mehr als 3000 Arbeitnehmende und forderten von der Allianz, dass sie Verantwortung für die Erhaltung der Arbeitsplätze übernehme. Das Versicherungsunternehmen und der Miteigentümer MAN hatten Manroland in die Insolvenz geschickt, als sie der Firma letzte Woche den Geldhahn zudrehte. Das angeschlagene Manroland stellt mit seinen 6500 Arbeitnehmer_innen dieses Jahr die größte Unternehmenspleite dar. Es gehörte bisher mit den deutschen Konkurrenzfirmen Koenig&Bauer und Heideldruck zur Weltspitze in der Branche. Seit Juli gabe es dann einen erheblichen Einbruch der Aufträge und viele Kunden hatten Schwierigkeiten, die Aufträge zu finanzieren.

Der IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild hat in Frankfurt bei der Kundgebung daran auf die Bankenrettungen angespielt und gemeint, dass bei Manroland echte Maschinen gebaut würden, die die Welt brauche und nicht bunte Zettelchen ausgetauscht würden, auf denen immer größere Summen stünden. Die Gewerschafter und die Beschäftigen forderten bei den Demontrationen von den Politikern ein klares Bekenntnis zu Manroland. Bertholt Huber, IG-Metall-Chef warf Philipp Rösler, seines Zeichen Bundeswirtschaftsminister, vor, dass er tatenlos zuschaue, während bei Manroland und in der gesamten Druckmaschinenbranche tausende Arbeitsplätze bedroht seien. Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl von der CSU hat währenddessen versprochen, alles ihm Mögliche zu tun, um zu helfen.

Der Insolvenzverwalter hat dezeit mit den Banken mündlich einen Massenkredit über 10 Millionen Euro ausgehandelt, damit vorerst weiter produziert werden könne. Allerdings haben noch nicht alle der 15 Gläubigerbanken den Vertrag unterschrieben. Die Zukunft bleibt also ungewiss. Am vergangenen Freitag hatten sich schon die ersten Interessenten bemerkbar gemacht, ein Gesamtverkauf oder eine Zerschlagung wären also möglich.

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Freitag, Dezember 2nd, 2011 Frankfurt Keine Kommentare