Neueröffnung vom Jüdischen Museum in Frankfurt erst 2017

Das Jüdische Museum leidet an Platzmangel

Das Jüdische Museum leidet an Platzmangel

Das Jüdische Museum in Frankfurt wurde vor inzwischen 25 Jahren eröffnet. Damals war man besonders stolz auf die große Ausstellungsfläche, die schon ein Alleinstellungsmerkmal markierte. Zudem war es das erste seiner Art in Deutschland.

Verlorene Anerkennung aufholen

Inzwischen sind allerdings einige andere Museen, die sich mit der jüdischen Geschichte und Kultur beschäftigen, hinzugekommen. In München beispielsweise steht dem dortigen Museum eine deutlich größere Ausstellungsfläche zur Verfügung. Nun reagiert die Stadt Frankfurt und plant einer Erweiterung und Sanierung des bestehenden Gebäudes. Bis 2017 sollen die Pläne des Berliner Architekturbüros Staab umgesetzt werden, die sich in einem Wettbewerb durchsetzten und am Ende den Zuschlag erhielten.

Berliner Architekten erhalten Zuschlag

Ausschlaggebend für die Entscheidung „pro Berlin“ sei das Konzept gewesen, das Umgebung und Museum in Einklang bringt und auf beiderlei Ansprüche Rücksicht nimmt. Trotz allem wurden von Planungsdezernent Olaf Cunitz einige Änderungen des vorgestellten Konzepts angekündigt. Der aktuelle Eingang soll für den neuen Bau auf die Wallanlage verlegt werden, zudem bestehe Nachholbedarf bei der Planung des öffentlichen Raumes zwischen Alt- und Neubau. Auch sollten sich die Frankfurter schon einmal auf ein optisch kontroverses Gebäude einstellen, wie sich Cunitz vielsagend äußerte.

Stadt muss zustimmen

Nun gilt es noch, nach der Sommerpause die Stadtverordneten für das Projekt zu begeistern und eine Zustimmung zu erreichen. 20 bis 22 Millionen Euro soll der Neubau kosten, veranschlagt waren ursprünglich lediglich 16 Millionen Euro. Das Gesamtbudget von 50 Millionen Euro soll aber angeblich nicht überstiegen werden. Der Beginn der Bauarbeiten und der kurze Zeit später einsetzenden Sanierungen des Rotschild-Palais ist auf 2015 terminiert.

In der gesamten Zeit, also 20 bis 24 Monate lang, wird das Jüdische Museum vollständig geschlossen bleiben. Kooperationen mit anderen Instituten und Museen sollen diese Zeit überbrücken.

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Dienstag, Mai 21st, 2013 Sehenswürdigkeiten Keine Kommentare

Mainhatten feiert seine Wolkenkratzer

Eine in Deutschland einmalige Skyline

Eine in Deutschland einmalige Skyline

Frankfurt ist einfach DIE deutsche Stadt, die jeder Bürger mit Wolkenkratzern und Banken in Verbindung bringt. Nicht umsonst trägt die Hessenmetropole den Beinamen „Mainhatten“.
Seit einigen Jahren feiert die Stadt sich und seine Wahrzeichen mit einem großen Spektakel. In diesem Jahr feiert das Wolkenkratzer-Festival seinen fünften Geburtstag, ein Mini-Jubiläum sozusagen.

Tickets nach 3 Stunden vergriffen

Innerhalb kürzester Zeit waren alle Karten für das am letzten Mai-Wochenende stattfindende Fest restlos ausverkauft. Die Fangemeinde des Ereignisses ist also nicht gerade klein, den immerhin handelte es sich um 80 000 (kostenlose) Eintrittskarten. Die glücklichen Karteninhaber werden von 18 Frankfurter Hochhäusern erwartet, die an diesem Tage ihre Pforten öffnen. Dazu gehören beispielsweise solch prominente Gebäude wie der Eurotower der Europäischen Zentralbank, die Deutsche Bank, der Opernturm sowie der Tower 185.
All jene, die keine Tickets für das Wolkenkratzer-Spektakel mehr bekommen konnten, brauchen nicht allzu traurig zu sein, denn für ein aufwändiges Rahmenprogramm wird gesorgt sein. Knapp 120 Aktionen, die sich mit dem Thema Höhe beschäftigen, sind in der gesamten Innenstadt geplant, u.a. werden Aussichtsplattformen zur Verfügung stehen. Diese werden die Besucher ebenfalls auf gewisse Höhen befördern, von denen aus sich ein toller Blick auf Frankfurt ermöglicht.

Weltrekord und mehr

Auf den Türmen selbst wird es nicht minder spektakulär zugehen. Am Samstag, dem 25.05., wird Slackline-Artist Reinhard Kleindel einen Weltrekordversuch unternehmen. Er wird in einer Höhe von 185 Metern von einem zum anderen Turm des Tower 185 balancieren. Zu solch halsbrecherischen Aktionen gesellen sich musikalische Highlights wie Auftritte von Heino, Nena und der Stefanie Heinzmann, die sich auf der Bühne an der Hauptwache die Ehre geben werden. Zahlreiche artistische und aufregende Aktionen aller Art machen das Wochenendprogramm zu einer runden Sache, die nicht nur Frankfurter, sondern Bürger aus der gesamten Region anlocken und unterhalten soll. Frankfurt ist stolz auf seine Skyline, die laut Oberbürgermeister Peter Feldmann in Europa ihresgleichen sucht, und alle sollen es sehen und (zumindest für ein Wochenende) bewundern.

Bilderrechte: © Eisenhans – Fotolia.com

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Dienstag, Mai 21st, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Die Nashörner im Frankfurter Zoo

Nashorn im Zoo

Nashorn im Zoo

Frankfurt kann aufatmen, Kalusho und Tsororo können bleiben. Das Nashornpaar, was inzwischen seit 23 Jahren im Frankfurter Zoo lebt, sollte eigentlich gemeinsam nach Swasiland auswandern. Tsororo, das Weibchen, ist inzwischen zu alt für Nachwuchs, und die Gene ihres Gegenparts Kalusho, der einer inzwischen sehr seltenen Unterart mit Namen Diceros bicornis minor angehört, sind zu wertvoll, um nicht zu versuchen, ihn Vater werden zu lassen.

Von Frankfurt nach Swasiland

Bereits letzten Winter stand der Plan, die beiden Tiere auf einer Farm in Swasiland unterzubringen. Dafür wurden ihnen sogar bereits die Hörner abgenommen. Das ‘Enthornen’ ist eine Technik, sie vor Wilderern zu schützen. Der Schwarzmarktpreis für die Hörner der Rhinozerosse sind gigantisch, und viele Tiere werden brutal abgeschlachtet, um an den begehren Rohstoff zu kommen. Nun sind die beiden Frankfurter Nashörner zwar vorerst ihr glücklicherweise nachwachsendes Nashorn los, ihre Heimat im Frankfurter Zoo dürfen sie aber behalten.

Zu sensibel für die große Reise

Das liegt in erster Linie an den immens hohen Transportkosten, die in den letzten Monaten weiter angestiegen sind, andererseits aber auch an der Sorge, die sensiblen Tiere könnten den Flug nicht überstehen. Ein Sponsor hatte dem Zoo zugesagt, die Reisekosten zu übernehmen, die liegen aber inzwischen bei weit über 70.000 Euro. Außerdem hätten die Tiere von Johannesburg aus mit dem Lastwagen weiterfahren müssen, und das hätte einen 12-stündigen Aufenthalt an der Grenze zu Swasiland bedeutet – eindeutig zu viele Strapazen für die beiden großen Sensibelchen.

Die Frankfurter indes freuen sich über die Nachricht, dass die beiden Tiere ihnen erhalten bleiben. Es ist stadtbekannt, dass Kalusho gerne am Auge gestreichelt wird, und dass seine Frau Tsororo für ihr Leben gerne Äpfel isst, die sie ganz vorsichtig aus den Händen der Besucher entgegen nimmt.

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Dienstag, April 23rd, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Damals: Die Frankfurter Bierkrawalle

Frankfurter Dippemess für die ganze Familie

Frankfurter Dippemess für die ganze Familie

140 geschlagene Jahre ist es her, dass die Frankfurter Bevölkerung auf die Barrikaden ging – wegen der Bierpreise. In die Geschichte eingegangen ist der Tag, an dem der Bierpreis auf der Frühjahrsmesse um satte 12 Prozent gestiegen war, als der Tag des Frankfurter Bierkrawalles.

Krawalle auf dem Volksfest

Auf der heutigen Dippemess, die einmal im Jahr in Frankfurt stattfindet, geht es gemächlich zu. Losbuden, Bratwurststände, Fahrgeschäfte und Bierausschank, das Frankfurter Frühlingsfest ist wie jedes andere deutsche Frühlingsfest auch. Neben kleinen Reibereien zwischen Betrunkenen ist es friedlich und entspannt, an Krawalle denkt niemand.

Proteste gegen Preiserhöhung

Anders im Jahr 1873, in dem die Stadt die größten Krawalle seit der Märzrevolution im Jahr 1848 erlebte. Damals war am 1. April eine neue Verordnung in Kraft getreten, die besagte, dass das Bier nicht mehr einen sogenannten Batzen, also vier Kreuzer kosten solle, sondern zukünftig viereinhalb Kreuzer. Problem dabei war jedoch, dass es gar keine halben Kreuzermünzen gab, was zur Folge hatte, dass die Bierliebhaber sogar fünf Kreuzer ausgeben mussten – den halben zuviel gezahlten Kreuzer bekamen sie in Form eines Gutscheines zurück, der aber nur in derselben Wirtschaft wieder eingelöst werden konnte. Teuer werdendes Bier und zusätzlich noch diese komplizierten Umstände nahmen die Frankfurter Bürger zunächst zähneknirschend hin, als aber der letzte Tag der Frühlingsmesse gekommen war, entlud sich der Verdruss.

Die Frankfurter Bierkrawalle

Dieser Tag, traditionell arbeitsfrei, fiel in dem Jahr auf den 21. April, der mit einem Volksfest an der Breiten Gasse begangen wurde. Schon Nachmittags fanden sich erste Protestler zusammen und zogen skandierend durch die Gassen der Innenstadt. In den Abendstunden wuchs die Menge und die Menschen begannen, in den Gaststätten zu randalieren. Auch die Brauereien wurden angegriffen, und sie Demonstranten liessen sich auch durch die Polizei nicht beruhigen. Schließlich wurde die preußische Armee hinzugerufen, um die Revolte niederzuschlagen. 20 Menschen werden dabei durch Schüsse getötet, und 300 Menschen werden festgenommen. Die Brauereien jedoch haben nach diesen Krawallen die Preiserhöhung zurückgezogen.

Bilderrechte: © Hauke-Chr. Dittrich – Fotolia.com

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Freitag, April 5th, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Der neue Oppenheimer Platz

Naherholung in Frankfurt

Naherholung in Frankfurt

Der Oppenheimer Platz im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen soll ein Facelift bekommen, was ihn in aussehen lassen soll wie im Jahr 1932. Der Fokus liegt klar auf dem historischen Vorbild, zeitgemäße Anforderungen gerade für die jüngeren Nutzer sollen dabei aber nicht vernachlässigt werden.

Restaurierung nach historischem Vorbild

Seit Ende Februar werden bereits die alten Beete abgetragen, gerade noch rechtzeitig, bevor sich dort Vögel zur Brut niederlassen. Insgesamt rund 600.000 Euro sollen in die Neubepflanzung des Parks gesteckt werden, die sowohl Besucher als auch die Vögel erfreuen wird. Das zuständige Grünflächenamt kümmert sich um die Restaurierung des alten Platzes, der zusammen mit dem Walther-von-Cronberg-Platz, dem Alten Friedhof und dem Affentor einen Grünflächengürtel um Alt-Sachsenhausen spannt. Damit ist der Oppenheimer Platz ein wichtiger Ort für die dort ansässige Bevölkerung und wird als Naherholungsgebiet und freie Grünfläche im sonst dicht bebauten Stadtteil gerne angenommen.

Vier Abschnitte für Jung und Alt

Die Pläne für den neuen Platz im alten Gewand sehen vor, den Platz in vier Teile zu untergliedern. Der eine Part ist von der Hauptachse, dem Platz mit dem Dr- Bockenheimer-Denkmal und Sitzgelegenheiten dominiert. Hier können sich die Anwohner treffen und zusammenkommen. Der zweite Part ist eine mittige gelegene Rasenfläche, die sowohl für sportliche Aktivitäten als auch zum Picknicken geeignet sein wird. Als drittes wird es einen Spielplatz gegen, bei dem die alten in die Jahre gekommenen Geräte durch neue ersetzt werden. Dabei soll vor allem ein offener Eindruck entstehen: Eine trennende Hecke wird entfernt, damit der Übergang zu Rasenfläche und Spielplatz offen ist. Für die älteren Kinder und Jugendlichen ist ein viertes Areal gedacht, wo es einen Fußballplatz, Tischtennisplatten und Sitzgelegenheiten geben wird.

Im Park verteilt werden niedrige Sitzmauern aus gesägtem Naturstein vorhanden sein, die zwar nicht nach historischem Vorbild sind, aber schöne Blickfänge darstellen. Zusammen mit dem Staudenbeet als äußere Begrenzung wird der Oppenheimer Platz ein Treffpunkt für die Sachsenhausener werden, der mit Sicherheit gerne genutzt werden wird.

Bilderrechte: © Kai Koehler – Fotolia.com

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Montag, März 25th, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Der Kampf um das Frankfurter IVI

Die Universität Frankfurt

Die Universität Frankfurt

Das ‘Institut für vergleichende Irrelevanz’, kurz IvI, ein ehemals leerstehendes und seit dem Jahr 2003 besetztes Gebäude der Frankfurter Universität, blickt auf eine aufregende und inzwischen fast zehnjährige Geschichte zurück. Bei damaligen Studentenprotesten, die sich 2003 gegen die Einführung von Studiengebühren und Fremdbestimmung durch das neue Bachelor-System richteten, wurde das ehemalige Institut für England- und Amerikastudien der Frankfurter Goethe-Universität kurzerhand besetzt. Dass sich das selbstverwaltete Haus so lange behaupten würde können, hatten die damaligen Besetzer wohl kaum zu hoffen gewagt, das IvI ist aber seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufpunkt in Frankfurt und für die linke Szene als Veranstaltungsort von überregionaler Bedeutung. Regelmäßig finden dort Seminare, Konzerte, Partys und andere Veranstaltungen statt, und das Haus gibt vielen verschiedenen Gruppen Raum für ihre politischen oder künstlerischen Projekte.

Kulturelles Zentrum oder einfach nur ein besetztes Haus?

Das Landgericht Frankfurt hat nun entschieden, dass das Haus geräumt werden muss, zur Not auch mit einem Polizeieinsatz. Die vergangenen Jahre hatte die Universität Frankfurt die Besetzung stillschweigend geduldet. Nun aber wurde das Gebäude für eine Million Euro an die Immobilienfirma Franconofort verkauft, die von Mieterschützern ob ihrer „Strategie von konsequenter Ausnutzung von Mietsteigungspotentialen“ schon länger beobachtet wird. Ein freiwilliges Verlassen des IvI kommt für die Besetzerschar nicht in Frage, weswegen die Immobilienfirma nun vor Gericht gezogen ist.

Keine Ende des Streites in Sicht

Der Streit dauert nun schon in etwa ein Jahr an, und beide Seiten schenkten sich nichts. Franconofort erwirkte beispielsweise ein Veranstaltungsverbot in dem Gebäude, das IvI feierte trotzdem, und bekam daraufhin den Strom abgestellt. Das Gericht hat nun entschieden, dass das Gebäude geräumt werden muss. Der Geschäftsführer der Immobilienfirma hat daraufhin das Durchsetzen der Räumung angekündigt, wer nicht freiwillig geht, muss mit einem Polizeieinsatz und einer zivilrechtlichen Strafverfolgung rechnen.

Das IvI wiederum kündigte bereits Demonstrationen und neue Besetzungen an, und solange die Stadt keine Mittel für andere kulturelle Institutionen zur Verfügung stellt, ist die Geschichte um das Institut für vergleichende Irrelevanz wohl noch lange nicht vorbei.

 

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Mittwoch, März 6th, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Frankfurt Bornheim

Apfelwein, eine Spezialität in Bornheim

Apfelwein, eine Spezialität in Bornheim

Als Karneval-Fan muss man Bornheim einfach kennen, denn der Ort wird oft einfach als “lustiges Dorf” bezeichnet. Hier feiert man auch außerhalb der Karnevalszeit jeden Mittwoch. Der Frankfurter Wäldchestag wird in Bornheim bis zum Pfingst-Mittwoch verlängert, außerdem gibt es zusätzlich den Lerchesherbst-Mittwoch. Die Bornheimer überraschen immer wieder mit eigenartigen Traditionen, wie z.B. dem Kehrmittwoch im August. Hier gibt es vom “Gickelschlag” bis zur “verbrannten Lisbeth” alles, die Berger Straße ist gefüllt mit Apfelwein und Bier. Feiern ist hier das oberste Gebot.

Tradition: Spaß

Die Berger Straße ist ohnehin eine der umsatzstärksten Fußgängerzonen in Deutschland. Jeden Samstag findet ein Markt in Bornheim statt, der mit seinen Uhrtürmchen begeistert und das Treiben in den Straßen belebt; dazu noch die Frankfurter Spezialitäten und die historischen Gasthäuser, die zu “Handkäs mit Musik” einladen.
Wer sich nach all der Völlerei und Trinkerei wieder in Form bringen will, kann dies hier auch wunderbar tun. Dafür gibt es nämlich den TG Bornheim, Hessens größten Sportverein. Wer eher dem Wintersport verfallen ist, kann in die Eissporthalle gehen oder sich im Panoramabad erholen.

Ein bisschen Geschichte

Der lustigste Stadtteil Frankfurts wurde das erste Mal 1194 urkundlich erwähnt, die Eingemeindung fand 1877 statt. Für seinen Apfelwein war das Dorf schon immer bekannt, seit 1608 gibt wird an jedem zweiten Augustwochenende ein Bornheimer Kirchweihfest gefeiert, wo der Apfelwein in Massen und für die Massen durch die Straßen fließt. Es entwickelten sich in langer Traditionen die bekannten Apfelweinkneipen und jeder Bornheimer trinkt stolz sein Nationalgetränk.
Des weiteren steht noch die bekannte Zwiebelkirche, die zur evangelischen Johanniskirche gehört und durch den zwiebelhaften Turm schon von Weitem auffällt. Sie liegt genau im alten Dorfkern des ehemaligen Dorfes Bornheim.
Als Frankfurter ist also ein Besuch im „Party-Dorf“ unabdinglich und dank seiner langen Tradition und den beibehaltenen Werten verliert Bornheim nie seinen Charme und kann jeden Durchreisenden begeistern.

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Freitag, Februar 22nd, 2013 Sehenswürdigkeiten Keine Kommentare

Goethehaus zeigt Wertherausstellung

Goethe (Bild) schuf mit dem Werther eine ambivalente Figur

Goethe (Bild) schuf mit dem Werther eine ambivalente Figur

Goethes „Werther“ ist aus dem Literatur-Kanon heute kaum mehr wegzudenken. In mehr als 60 Sprachen wurde das Werk übersetzt und erfreut sich heute besonders auch im südostasiatischen Raum großer Beliebtheit, wie die Leiterin des Freien Deutschen Hochstifts im Frankfurter Goethehaus, Anne Bohnenkamp-Renken, erklärt.

Große Übersetzungssammlung

In der Wetzlarer Stadtbibliothek existiert inzwischen eine gigantische Sammlung an Übersetzungen zum Werther, die über all die Jahre entstanden ist. Die Kuratorin der Frankfurter Ausstellung des Goethemuseums, Katharina Lehnert-Raabe, betont, dass es ihr vor allen Dingen um die Internationalität der Ausstellung geht. Und die sei besonders dadurch gegeben, dass man die Sammlung der Bibliothek nun in die Frankfurter Ausstellung integriert. Mit vielen bunten Papierschleifen, die Menschen aus der ganzen Welt zeigen, möchte man die Internationalität auch kreativ vorführen. Die Menschen zeigen in ihrer jeweiligen Sprache „farblich“, wie man das berühmte Blassrot, das Lotte im „Werther“ in Schleifen an ihrem Kleid trägt, bei ihnen übersetzen würde. Die Bandbreite reich von Orange bis Pink und zeigt eindrücklich die Schwierigkeiten eines übersetzerischen Prozesses.
In der Frankfurter Ausstellung ergänzt man dieses Material durch eine Vielzahl von historischem Material, darunter die Erstausgabe von 1774.

Lotte-Briefe in England

Auf den britischen Inseln hatte man im Zeitalter der Empfindsamkeit indes mehr Interesse an der Figur der Lotte als am zügellosen Werther. Recht schnell waren Lotte-Briefe im Umlauf, die eine gewisse Karoline erhalten hat. In Frankreich wiederum erschien zwar die erste Übersetzung, nämlich im Jahre 1775, insgesamt aber tat man sich mit einem Zugang zum Werk dort eher schwer. Erst mit der Französischen Revolution von 1789 gelang der Durchbruch.
Die zahlreichen unterschiedlichen Cover des „Werthers“ überall auf der Welt, machen augenscheinlich, wie heterogen die Rezeption der Erzählung tatsächlich ist. Diesen einen Werther gibt es also nicht – es liegt noch stets im Auge des Betrachters, wie man den „Werther“ liest.

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Montag, Februar 11th, 2013 Frankfurt Keine Kommentare

Frankfurter MuseumsuferCard wird teurer

Mit der Frankfurter MuseumsuferCard erhält man Eintritt in viele Museen in Frankfurt a.M. und Umgebung

Mit der Frankfurter MuseumsuferCard erhält man Eintritt in viele Museen in Frankfurt a.M. und Umgebung

Fans der Frankfurter „Museumsufer-Card“ müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Ab 2013 erhöht sich der Preis für die beliebte Kulturkarte. Eine Einzelkarte kostet statt 75 nun 85 Euro, bei der Familienkarte steigt der Preis sogar um satte 20 Euro, von 130 auf 150 Euro. Sie gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 18 Jahren.
Als die Karte 2000 eingeführt wurde, kostete die Einzel-Card 99 Mark.

Museumspreise weitgehend stabil

Die Eintrittspreise der Museen bleiben hingegen auch 2013 gleich, bestätigt das Kulturdezernat. Das bedeutet, die einzelnen Häuser haben weiterhin einen Spielraum von sechs bis zwölf Euro als Eintrittspreisspanne, je nach Haus und Ausstellung. Das besonders beliebte Städel-Museum verspricht ebenfalls, die Preise weiterhin stabil zu halten. Es wird von einer bürgerlichen Stiftung geführt. Für alle Liebhaber bedeutet das also weiterhin: zwölf Euro dienstags bis freitags, 14 Euro am Wochenende und an Feiertagen. Kinder haben im Städel immer freien Eintritt.

Viele Möglichkeiten mit der Museumsufer-Card

Die CDU verteidigt die steigenden Preise der Museumsufer-Card. Sie seien immer noch sehr günstig. Wie es zu der Preiserhöhung kam, dazu äußerte sich bisher niemand. Die SPD-Fraktion kritisiert die steigenden Preise weiterhin. Schon bei der letzten Erhöhung im Jahre 2009 wurde die Kritik laut, immer mehr Menschen würden so aus dem kulturellen Leben ausgeschlossen. Mit der Museumsufer-Card sind auch Besuche im Sinclair-Haus in Bad Homburg und im Deutschen Ledermuseum sowie im Klingspornmuseum, beide in der Nachbarstadt Offenbach, möglich. In Frankfurt sind neben den großen Einrichtungen auch unbekanntere Häuser zu sehen, wie das Stolze-Museum der Frankfurter Sparkasse, das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank oder das Eintracht-Museum sowie das Bibelhaus am Schaumainkai. Besonders beliebt bei den Inhabern der Museumsufer-Card ist der kostenlose Eintritt bei der Nacht der Museen, welche dieses Jahr am 4. Mai stattfindet, und beim Museumsuferfest Ende August. Ein weiteres Spezial ist die Lieferung der Zeitschrift „art kaleidoscope“ alle drei Monate. Das Kunstmagazin wird frei Haus in den Briefkasten geliefert und informiert über aktuelle Veranstaltungen und Programme.

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Freitag, Januar 11th, 2013 Sehenswürdigkeiten Keine Kommentare

Austellung: Dampfmaschinen in Frankfurt

Eine Dampfmaschineist ist eine Kolben-Wärmekraftmaschine

Eine Dampfmaschineist ist eine Kolben-Wärmekraftmaschine

In der kleinen Stadt Butzbach bei Frankfurt gibt es ein Museum, das in diesem Monat eine ganz besondere Ausstellung bereithält. Dabei dreht sich alles um Dampfmaschinen, die vom kleinen Modell bis hin zu einem großen Traktor reichen können. Diese Ausstellung findet noch bis zum 27. Januar statt, wobei sich jedoch der 13. Januar vorgemerkt werden sollte. An diesem werden nämlich zahlreiche Maschinen tatsächlich unter Dampf gesetzt. Nirgends kann man sich die Geschichte der Dampfwagen und -maschinen so gut anschauen, wie hier.

Ausstellungsstücke mit Geschichte

Manche der Ausstellungsstücke sind bereits über 90 Jahre alt und haben tatsächlich als Modelle für größere Bauten gedient. Prominentester Vertreter dürfte ein Modell für den späteren Stirlingmotor sein, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts ganz groß im Kommen war. Dieser blieb jedoch nicht unbedingt nur durch gute Schlagzeilen im Gedächtnis. Immerhin kam es durch mangelnde Druckfestigkeit beim Stahl immer wieder zu Kesselexplosionen, die einige Todesopfer verlangten. Das Modell bei der Ausstellung ist jedoch gänzlich ungefährlich, sodass man sich vor einem Besuch nicht zu scheuen braucht.

Kinderspielzeug, das an Dampfmaschinen erinnert

Wenn man sich einmal genauer nach Marken umschaut, ist auffällig, dass vor allem deutsche und englische Hersteller vertreten sind. Neben Märklin und Fleischmann ist es vor allem die deutsche Firma Wilesco, die in diesem Bereich die größte Bekanntheit haben dürfte. Immerhin entwickelt der Hersteller auch heute noch Kinderspielzeug, das an Dampfmaschinen erinnert. Erstaunlich dabei ist vor allem, dass sich die Geräte kaum von denen der 60er-Jahre unterscheiden. Dies dürfte damit zu tun haben, dass ein gewisses Maß an Nostalgie zum Verkaufsgeschäft gehört und für den einen oder anderen Kunden das Kaufargument sein dürfte.

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Mittwoch, Januar 9th, 2013 Kleinanzeigen Keine Kommentare