Die Luminale 2012

© Marco Schlüter - Fotolia.com

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Zum 6. Mal schon findet vom 15. bis zum 20. April 2012 die Luminale in Frankfurt am Main statt. Dabei wird die Stadt durch Lichtinstallationen zu einem besonderen Ereignis gemacht. Mehr als 160 leuchtende Sehenswürdigkeiten wurden ausgestellt, viele Institutionen, Künstler und Ateliers haben sich an dem Spektakel beteiligt. 

Über das Goethe-Denkmal auf dem Goethe-Platz haben sich die Veranstalter besonders viele Gedanken gemacht. Will er jetzt “Mehr Licht!”, ist er erleuchtet oder steht er komplett im Dunkeln? Die Lösung dieses Problems ist raffiniert. Es wurden sieben Punkt-Leuchten am Sockel der Statue versenkt, “bewusst relativ dezent”. Nun steht der Dichter im Licht, ist aber nicht erleuchtet. Wenn man die Statue umrundet, kann man es sehen, wie man es will. 

Das Event findet parallel zur Frankfurter Messe “Light+Building” statt. Ableger finden sich auch in Offenbach, Mainz, Darmstadt und Wiesbaden. Ein Schwerpunkt des Programms ist der Palmengarten im Westend. An der Hauptwache soll eine ovale, begehbare Wabe als Wahrzeichen der Luminale dienen. Besucher können ausserdem selber für Erleuchtung sorgen, indem sie die Illumination des Turms (an der Messe) durch Kraft (in der Art von “Hau den Lukas”) einschalten. Das Literaturhaus an der Schönen Aussicht hat auch eine besondere Verzierung erhalten: Hier können Besucher ein buntes Licht-Graffito bewundern.

Die Stadt lässt sich dieses besondere Event 1,5 Millionen Euro kosten. Denn Frankfurt versucht sein Image als gefährliche Börsenstadt abzulegen und auch im Kulturprogramm Deutschlands mitzuwirken. Auch die historische Main-Ansicht von Höchst soll beleuchtet werden. Erst die alten Teile – Stadtmauer, Brüningpark – bis zur Mainmühle und Bastion. In der Nacht ist dieses Spektakel wunderschön anzusehen – die Fotografen haben schon ihre Stative in Position gebracht.

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Donnerstag, April 12th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Steigende Mietpreise in Frankfurt

© N-Media-Images - Fotolia.com

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In Frankfurt drohen derzeit die Mieten erheblich zu steigen. Ein Grund dafür ist, dass ein neues Schreiben herausgegeben wurde, welches die Einteilung der Bezirke neu definiert und dabei sogar zwei Gebiete völlig neu entwickelt. So gibt es nun zusätzlich die Gebiete Innenstadt I und Innenstadt II, was für die dort befindlichen Wohnungen eine riesige Mieterhöhung bedeutet. Die Rede ist dabei von 1,87 und 1,24 Euro pro Quadratmeter, was schon erheblich etwas ausmachen kann. Gerade für Familien könnten die steigenden Mieten ein finanzielles Problem darstellen. Miete, Auto und Lebenshaltungskosten drücken auf das Portemonnaie. Sparen lässt sich bei dem Autokauf, Gebrauchtwagen werden momentan zu besonders guten Konditionen angeboten. Ein perfekter Familienwagen wäre beispielsweise der VW Sharan Gebrauchtwagen oder der Ford Galaxy.

Doch zurück zu den Mieterhöhungen. Die Mieterverbände sind von diesen Maßnahmen wenig begeistert und laufen deswegen Sturm gegen die Zuständigen. So wurde schon vor langer Zeit gefordert, dass transparente Dokumentationen erstellt werden sollen, an denen man sieht worauf sich die Erhöhungen begründen und das man diese nachvollziehen könne. Nun wurde solch ein Dokument veröffentlich, welches auch über 100 Seiten fasst. Jedoch befassen sich gerade einmal drei Seiten mit den jeweiligen Lagen und Mieten. Aus diesen drei Seiten geht jedoch in keinster Weise hervor, was diese Mieterhöhungen rechtfertigt, sodass die Mieter und Verbände genauso schlau und zufrieden wie zuvor sind.

Bis die Mieterhöhung jedoch praktisch umgesetzt wird, soll mindestens noch ein Jahr vergehen. Ein großer Kritikpunkt, der dann noch einmal mit in die Mietkosten einbezogen werden dürfte, ist die der Fluglärm.

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Donnerstag, April 12th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Der Ostermarsch in Frankfurt

© telesniuk - Fotolia.com

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Beim Ostermarsch in Frankfurt am Main, einer politischen Protestaktion für den Frieden, war das Gedicht von Günter Grass über Israel das zentrale Thema. Außerdem wurden deutsche Waffenexporte stark kritisiert. So prangte über den Militärfahrzeugen aus Pappe die Überschrift „Legt den Leo an die Kette“, womit der Panzer des Typs „Leopard“ gemeint war, den Deutschland seit Jahrzehnten an Saudi-Arabien liefert.

Von der Bühne aus rief Moderatorin Ursula Schumann-Garling „Die Wahrheit stirbt schon vor dem Krieg“. Die Demonstranten aus dem Rhein-Main-Gebiet hörten zu. 750 Teilnehmer waren jedoch nach Polizei-Angaben weit aus weniger als befürchtet. Viele der Demonstranten applaudieren der Moderatorin nach ihrer Forderung nach einem Verbot von Waffenexporten, das im Grundgesetz festgehalten werden solle. Die Demonstranten des Ostermarsches waren der Meinung, dass immer noch viel zu viel gerüstet werde.

Von der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgegnerInnen“ ergriff auch Thomas Schoerer das Mikrofon. Er zählte die Abnehmer deutscher Waffenlieferung auf: Afrika, Israel, Griechenland. Die Frage ist: Wie passt dies zum Schuldenabbau? Überzeugt ist Schwoerer davon, dass Grass mit seinem kürzlich veröffentlichten Gedicht „Was gesagt werden muss“ einen wichtigen Beitrag zum Antikrieg-Diskurs geleistet hat. In dem Gedicht heißt es unter anderem, Israel gefährde als Atommacht den Weltfrieden.
Die lautstarke Zustimmung aus dem Publikum schien seine Worte zu bestätigen. Eine Demonstrantin trug sogar ein Schild um den Hals mit der Aufschrift „Grass hat Recht“.

Nach Schwoerer sprach Jan von Occupy, der die Menschen dazu aufrief, sich basisdemokratisch zu organisieren und an die Gemeinsamkeiten und nicht die Unterschiede zu denken. So habe man entweder eine sehr schlechte oder eine sehr gute Zukunft vor sich.

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Montag, April 9th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Die Höchster Altstadt

Mittelalterliche Straßen, Sehenswürdigkeiten und pittoreske Bauten- das bekommt man in der Altstadt von Frankfurts ältestem Stadtteil Höchst zu sehen. Der Bolongaropalast, die alte Stadtbefestigung, das Maintor, der Zollturm und auch das Alte Rathaus, stehen seit 1972 unter Denkmalschutz.
Bekannt in der ganzen Welt wurde Höchst einst eigentlich durch sein Industriegelände des ehemaligen Konzerns Höchst AG. Doch die Altstadt am Ufer des Mains ist ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem wegen seines idyllischen und historisch interessanten Anblicks. Als besonders herausragend zeigt sich darunter das Höchster Schloss, dass man in mehreren Phasen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert erbaute und damals als Residenz der Mainzer Erzbischöfe diente.  Heute sind hier Ausstellungen über die Firmengeschichte der Farbwerke Höchst, zur Porzellanmanufaktur und der gesamten Geschichte des Ortes zu sehen. Draußen erstreckt sich der Schlossplatz mit Blick auf den Zollturm und lädt mit kleinen Gasthäusern zu sich ein. Das Maintor führt direkt zum Flussufer, wo die einzige Fähre Frankfurts wartet, auf der in Richtung Schwanheimer Ufer ein Blick auf das Naturschutzgebiet “Schwanheimer Düne” geworfen werden darf.
Nicht weit von diesem Schauplatz entfernt liegt die um 850 geweihte Basilika, als älteste Kirche des Stadtgebietes.
Der Bolongaropalast wurde zwischen 1772 und 1774 als Barockbau errichtet, um den sich auch eine idyllische Grünanlage erstreckt, in der sich Besucher zwischen Skulpturen, Pavillons und dem Neptunbrunnen niederlassen können. Heute befinden sich hier das Höchster Bürger- und Standesamt sowie eine Porzellanausstellung, da sich hier nach Meißen die zweitälteste Porzellanmanufaktur Deutschlands befindet.  In der Palleskerstraße kann beobachtet werden, wie noch heute nach 260 Jahre alter Tradition das “Weiße Gold ” hergestellt wird.
Jedes Jahr im Sommer ist die gesamte Altstadt Schauplatz des Schlossfestes, wo über vier Wochen hinweg zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Partys für die Besucher stattfinden.

Montag, März 26th, 2012 Allgemein Keine Kommentare

Kloster Eberbach: Internationaler Ostereiermarkt

Ostereier © ChrisP - Fotolia.com

Ostereier © ChrisP - Fotolia.com

In Kloster Eberbach fand kürzlich der Internationale Ostereiermarkt statt. Auf der Ausstellung im Laiendormatorium waren 75 Künstler aus zehn verschiedenen Ländern anwesend, die ihre filigranen Kunstwerke präsentierten. Vor allem eifrige Sammler kamen dabei auf ihre Kosten. Die Preise variierten zwar sehr stark, aber trotzdem war für jeden Geldbeutel was dabei. Teils konnte man schon für ein paar Euro ein schönes Unikat erstehen.

Auch die Ei-Künstlerin Dagmar Laske war dabei. Sie hat ihr Handwerk in der Fürstenberger Porzellanmanufaktur gelernt und stellt dieses Können nun beeindruckend an Eiern zur Schau. Dabei ist es ihr egal, ob ihre Eier in Vitrinen oder an Forsythienzweigen landen; Hauptsache, die Leute haben Freude an ihrer Kunst. An ihrem Tisch können Besucher Eier betrachten, die mit realistischen Naturszenen geschmückt wurden. Dass die Eier den Großteil des Jahres eigentlich sicher verstaut in einer Kiste verbringen, nutzt die Künstlerin zu ihrem Vorteil. Sie arbeitet nämlich besonders detailreich, damit man jedes Mal, wenn man die Eier rausholt, was neues entdecken kann.

Originelle Ideen wie die der “Ei-in-Ei-Technik”, bei der ein Ei aussen und ein anderes innen liegt, beide unterschiedlich verziert oder beschriftet sind, sind besonders gefragt. So auch die Horoskop-Eier, die Einblicke in die Persönlichkeit bieten. Andere arbeiten mit Schnüren und Steinchen, um aus einem schlichten Ei ein filigranes Kunstwerk zu basteln, das sich bestimmt auch am Weihnachtsbaum ganz gut machen würde. Ein anderer Künstler hat ein Ei mit einem kleinen Hörer erweitert und daraus ein “Ei-Phone” gebastelt. Besonders schön anzusehen war auch der Straußenei-Lampenschirm. Dafür wurden in das große Ei Muster gefräst, die für schöne Lichteffekte sorgen.

Insgesamt konnte man auf dem Markt 12.500 Einzelstücke bewundern.

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Freitag, März 9th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Andy Warhol in Frankfurt

Warhol © air - Fotolia.com

Warhol © air - Fotolia.com

Der Hype um den US-amerikanischen Pop-Art-Künstler Andy Warhol ist derzeit nicht zu bremsen: Drei große Ausstellungen widmen sich derzeit allein in Deutschland dem Visionär, der von 1928 bis 1987 lebte. In Bonn geht es um seine Kollaboration mit den Künstlern Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente, in Tübingen wird Warhol neben Sigmar Polke und James Beuys präsentiert und in Frankfurt widmet sich die Ausstellung “Headlines” allen 80 Arbeiten rund um Massenmedien und Promi-Kult. Denn schon 1968 ließ Warhole verlauten, dass in der Zukunft jeder 15 Minuten lang weltberühmt sein würde. Und in der Tat ist aus diesem Satz mittlerweile mehr Realität geworden, als einem lieb ist: Denkt man allein an die Demokratisierung des Musik- oder Kunstmarkts durch das Internet oder an die ganzen Casting-Sendungen im deutschen Privatfernsehen.

In China ist Warhol beliebter als Picasso – mit 325 Millionen Dollar Gesamtumsatz aus dem Verkauf seiner Werke folgt er unmittelbar den Stars der zeitgenössischen chinesischen Kunst-Szene, Zhang Daqian und Qi Baishi. Auf Auktionen bringen Bilder vom Amerikaner seit Jahren Höchstpreise. Mit einem Warhol-Ausstellung kann man also nicht viel falschmaschen, genauso wenig mit dem Kauf eines Originals des Meisters. 38 Millionen Dollar wurden erst letztes Jahr für den Verkauf eines seiner Selbstporträts erzielt. Bei Frühjahrs-Auktionen im vergangenen Jahr wurden insgesamt alleine in New York rund 168 Millionen Dollar durch Warhol-Werke umgesetzt, das einem Drittel der gesamten Auktionswerte entspricht. Wie ist diese Entwicklung auf dem Kunstmarkt zu erklären?

Das bislang teuerste Gemälde von Warhol ist allerdings weder ein Mao, noch eine Marilyn oder Jacky, sondern ein recht ungewöhnliches und düsteres Werk: “Green Car Crash” zeigt ein brennendes Autowrack, im Vordergrund baumelt der Fahrer tot von einem Baum. Beim Verkauf an einen anonymen Sammler wurden astronomische 71,1 Millionen Dollar erzielt.

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Freitag, März 2nd, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

CarSharing zum Studententarif

© XtravaganT - Fotolia.com.jpg

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Heutzutage wird Auto fahren immer teurer. Besonders in Großstädten ist man aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln meist gut bedient. Trotzdem ist ein Auto in manchen Sitationen einfach bequemer oder sogar nötig. Auch als Student benötigt man manchmal einen fahrbaren Untersatz. Gleichzeitig gehören Studenten aber auch oft zu der Gruppe von Menschen, welche den Geldbeutel nicht ganz so prall gefüllt hat. In Frankfurt am Main haben die Studenten Glück – Sie brauchen sich nicht extra einen Opel Gebrauchtwagen anzuschaffen, sie können einen ganzen Fuhrpark haben, und das zum Studententarif.

Doch wie genau funktioniert das Ganze? Jeder weiß, dass das Grundprinzip von CarSharing eigentlich recht einfach ist: Man kann Autos immer und überall benutzen – ohne sich eins kaufen zu müssen. Dabei haben alle Kunden gemeinsam Zugang zu verschiedenen Fahrzeugen, die an verschiedenen Stellen in einer Stadt stehen. Man bezahlt dabei nur für die jeweils gefahrenen Kilometer und die individuell gebuchte Zeit.

Wer diesen tollen Service nutzen möchte, muss sich nur einmal anmelden. Nach einer Buchung am Telefon oder im Internet kann man ein individuell gewähltes Fahrzeug nutzen. Übrigens: man hat rund um die Uhr die Möglichkeit, diese Buchung vorzunehmen.

Auch Studierende dürfen sich neuerdungs über günstige Tarife freuen. Denn: der AStA in Frankfurt hat für Studenten mit einem CarSharing-Anbieter den besonderen CarSharing-AStA-Tarif (CAT) ausgehandelt. Damit können Studenten um einiges preiswerter als alle anderen Kunden fahren. Die Aktivierungsgebühr für Studenten beträgt zum Beispiel nur 20 statt 50 Euro. Auch bei der jährlichen Grundgebühr können Studis sparen – denn sie zahlen nur 39 statt 48 Euro. Es fällt zudem eine Kaution für die Zugangskarte zum Öffnen eines gebuchten Wagens an. Diese beträgt 50 Euro.

Beim CarSharing fallen keine KFZ-Steuer, Versicherungsbeiträge, oder unerwartete Reparaturen an. Auch einen Schutzbrief benötigt man nicht. Ein weiterer Vorteil: das Benzin ist immer im zu bezahlenden Nutzungsentgelt enthalten. Es ist also eine tolle Möglichkeit für Studenten.

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Montag, Februar 20th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

MMK zeigt “Warhol: Headlines”

Warhol © air - Fotolia.com

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Das Museum für moderne Kunst (MMK) in Frankfurt zeigt in einer spannenden Ausstellung Andy Warhols Auseinandersetzung mit der damaligen medialen Welt.

Der Pop-Art Künstler, dessen Werke längst Zugang zu den breiten Massen gefunden haben, hegte eine tiefgreifende Passion für Zeitungsartikel, Illustrierte und Flugblätter. Den Künstler fesselte alles was mit der Beschreibung des Tagesgeschehens zu tun hatte und er legte sich eine umfassende Sammlung verschiedener Medien seiner Wirkungszeit zu. Warhol, der vom Geruch der Druckerschwärze inspiriert, nahm diese Artikel als Anlass eigene, verfremdete Kopien von Zeitungsartikeln oder Schlagzeilen  in das Zentrum dieser Schaffensperiode zu stellen.

Die Austellung “Warhol:Headlines” zeigt diese Arbeiten erstmals im Kontext mit den original Zeitungsausschnitten, die der Künstler oftmals abstrakt bis zur Unkenntlichkeit verfremdete. Kurator Mario Kramer hatte exklusiven Zugang zu den Originalmaterialien, die sich in Umzugskisten im Warhol-Museum in Pittsburgh befanden.

So stellt Kramer Original neben Kopie und schafft so eine einmalige Einsicht in das Werk Warhols. Erstmals wird dem Besucher offengelegt, was Warhol verbarg. Warum verfremdete er gerade, diese eine Zeile über die Orangenhaut Brigitte Bardots, warum lässt er wichtige Informationen weg, oder verfälscht sie. Warhol versuchte sich damit als einer der ersten Künstler der moderne an einer Auseinandersetzung mit der aufkommenden Mediengesellschaft.

Dabei prangert er aber niemals an. Er ist ein Suchender, der Zeitungszeilen aus dem Kontext reisst, sie anders anordnet und sie somit allein durch sein Schaffen in ihrer Beliebigkeit entlarvt. Während er anfangs noch versuchte diese Neuinterpretation von Hand zu fertigen, ging er schnell dazu über sich die Techniken komplizierter Druckverfahren anzueignen.

Warhol entlarvt die scheinbare berichtende Intention von Zeitungen als Farce und lässt seine Zeitungsartikel von Waschpulvemittel dominieren.

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Montag, Februar 13th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Frankfurts Altstadt wird wieder alt

Frankfurt am Main ist eine der zahlreichen deutschen Städte die im Krieg stark bombardiert wurden und somit historische Gebäude verloren haben. So hat man natürlich immer wieder versucht solche Bauten nachzustellen oder zu erhalten, wobei dort nicht selten zu aufwendigen Restaurierungsschritten gegriffen wurde. In Frankfurt ist jedoch noch nicht viel passiert. So debattiert man quasi seit 1944 darüber, wie man denn Frankfurt wieder etwas Altstadt zurückgeben könnte um es auch im Zentrum wieder attraktiver zu machen. In den 70er Jahren wurde dort ein Rathaus hingesetzt, welches sich jedoch bei niemanden an Beliebtheit erfreute und darum nun 2010 auch schon wieder abgerissen wurde. 2005 gewann ein Architekturbüro die Ausschreibung zur Neugestaltung des Frankfurter Zentrums. Die Bewohner waren jedoch sehr erzürnt darüber, da das Büro von weit außerhalb kam und sich somit in keinster Weise mit der Frankfurter Altstadt identifizieren konnte. So setzten sich diese mit anderen Architekten zusammen und entwarfen somit einen Vorschlag der nun von der Stadt teilweise mit eingearbeitet wird.

Das positive ist nun, dass nach so vielen Jahrzehnten endlich ein Beschluss durch ist und auch der Grundstein für den Aufbau der Altstadt gesetzt wurde, sodass nun Bewegung ins Spiel kommt. Jedoch gibt es auch zahlreiche Kritiker des neuen Entwurfs, da ihnen dies entweder zu weit geht oder aber nicht weit genug. So sollen 15 Gebäude nachgebaut werden und historisch wirken. Insgesamt werden jedoch 35 Gebäude gebaut. So gibt es für diese strenge Vorschriften, sodass diese beispielsweise im Erdgeschoss aus Sandstein bestehen müssen, während die Obergeschosse verputzt oder aber mit Schiefer oder Holz verkleidet sein müssen.

Größter Kritikpunkt bei der ganzen Sache ist wohl der, ob es nachher nicht alles sehr künstlich und aufgesetzt wirkt anstatt historisch. Doch diese Frage wird man wohl erst beantworten können wenn alles steht, was nach Plan 2016 der Fall sein soll.

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Donnerstag, Januar 26th, 2012 Allgemein Keine Kommentare

Altstadt wird rekonstruiert

© Bernd Kröger - Fotolia.com

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60 Jahre dauerte die Diskussion um die Altstadt in Frankfurt, welche nun endlich durch die Grundsteinlegung von Oberbürgermeisterin Petra Roth beendet wurde. Denn heute beginnen die Hochbauarbeiten hinter dem Zaun am Dom in Frankfurt. Einer Rekonstruktion der Altstadt sollte nun nichts mehr im Wege stehen.

Als Idee konnte sich nach langen Debatten die Erinnerung als stärkste Kraft durchsetzen. Durch diese Idee wird in der Altstadt nun ein Ensemble aus Giebelhäusern entstehen. Dafür sollen 35 neue Altstadthäuser in den nächsten Jahren errichtet werden. Ringsum wurden alle Zäune und Rampen von der Initiative “SOS Dompanorama” gegen das Verbauen der freien Sicht auf den Domturm plakatiert. Doch dies wird jetzt auch nichts mehr bringen. Denn nach sieben Jahren des teilweise zermürbenden Streits um Rekonstruktionen auf dem zentralen Grundstück der während des zweiten Weltkrieges zerstörten Altstadt hat sich die Lage insgesamt langsam beruhigt.

Jürgen Aha, Gründer des Altstadt-Forums, äußerte sich positiv zur Entwicklung. Er sei “größtenteils zufrieden”, außer das bei den Häusern kein echtes Fachwerk zum Einsatz komme, bezeichnete er als “schade” und die Architektur einiger Häuser am Markt sei für ihn “absolut misslungen”. Das Gesamtkonzept beurteilt er aber als “gut”.

Einzig die hohen Kosten für die Interessenten der Häuser werden immer wieder kritisiert. Laut der Entwicklungsgesellschaft Dom-Römer GmbH werden die Häuser schlüsselfertig zwischen 893000 und 3,65 Millionen Euro kosten. Ein stolzer Preis und hinzu kommt noch, dass Interessenten die ein Giebelhaus originalgetreu rekonstruieren wollen, nochmal erheblich mehr Geld ausgeben müssten. Auch die Stadt wird sich mit 130 Millionen Euro an dem Projekt “Altstadt” beteiligen.

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Dienstag, Januar 24th, 2012 Frankfurt Keine Kommentare

Frankfurter Impressionen